Ausstellung zur Geschichte des Fahrrades
APOLDA. Eine Zeitreise durch die technische Entwicklung des Fahrrads kann man gegenwärtig im Apoldaer Glockenmuseum erleben. Ausstellungsstücke aus der zwei Jahrhunderte umfassenden Historie des Fahrrads erwarten den Besucher. 27 historische Fahrräder aus den verschiedensten Epochen demonstrieren die Entwicklung des Rades. Plakate, Trikots, Bilder und technisches Zubehör wie auch Pokale, runden diese Geschichte ab. Zur Ausstellungseröffnung "Der Knochenschüttler" waren viele Besucher ins Glockenmuseum gekommen. In vier Räumen wird die Entwicklung des Fahrrades exzellent dargestellt. Angefangen bei den damals modernen Niederrädern, die noch heute zeitgemäß wirken. Räder, die sich nur die Reichen leisten konnten. Übergehend zu den Stahlrossen, die bereits in Massenproduktion gefertigt wurden und somit für jeden erschwinglich wurden. Ein weiterer Entwicklungsabschnitt ist ganz den dreißiger Jahren gewidmet. Auch dass diese nach Glanz und Gloria schließlich im Fiasko endeten, spiegle sich an den Fahrrädern wieder, so der Erfurter Diplom-Ingenieur Tilman Wagenknecht, der sämtliche Exponate zur Verfügung stellte. Nicht zu vergessen sind die legendären Diamant- Räder aus der DDR. "Eine sehr interessante Ausstellung", urteilte Besucher Andreas Scholz. Absolutes Glanzstück ist eine Laufmaschine aus dem Jahr 1817, die erst vor kurzem in einer Kutschensammlung gefunden wurde. Die so genannte Draisine, konstruiert von Karl Drais, gehörte einst dem Großherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach. Das Gefährt ist undokumentiert und wurde noch nie zuvor ausgestellt. Weiteres Highlight ist ein Mercedes-Fahrrad. Das Unternehmen Mercedes baute nach dem ersten Weltkrieg 30 000 Fahrräder. Nach schlechtem Absatz, wurde die Produktion eingestellt. Melanie DIENEMANN
18.07.2005